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Pflege gefragt, neue Wege in die Zukunft


CDA-Wetterau beim Fachgespräch der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag vertreten

In den nächsten Jahrzehnten wird sich die Altersstruktur aufgrund demografischer Entwicklungen erheblich verändern. Es wird einen deutlichen Strukturwandel in Richtung eines steigenden Anteils älterer Menschen zu verzeichnen sein. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, an. Gleichzeitig nimmt die Zahl jener ab, die die Pflege übernehmen wollen oder können, sowohl in der Familie als auch in den Pflegeberufen.

Die Pflege wird sich bis zum Jahre 2020 in einem dynamischen Umfeld bewegen und sich dem Wettbewerb und Modernisierungsdruck, aber auch ihrer ganz besonderen sozialen Verantwortung stellen müssen. Pflegeberufe sind und bleiben dabei Berufe mit hohem Zukunftspotential. „Allerdings müssen Verantwortungsträger deutlich stärker Maßnahmen der Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufes, der Pflegepraxis und -ausbildung fördern und die gesellschaftliche Anerkennung der Pflege stärken“ so Rudi Schön, Vorsitzender der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Wetterau.

Auch die Kommunen haben zukünftig eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung des demografischen Wandels. „Es ist Aufgabe der Kommunalpolitik, auf lokaler Ebene hohe Verantwortung zu übernehmen“, so Wolfgang Fladerer, Landesdelegierter der CDA-Wetterau und Sprecher des Sozialausschusses des CDU-Gemeindeverbandes Ranstadt.

Dies betrifft auch die Einbeziehung des freiwilligen Engagements in die Infrastruktur und in die sozialen Netzwerke professioneller Dienste und Einrichtungen. „Erforderlich sind z.B. vernetzte Strukturen in Wohnquartieren sowie Stadt- und Ortsteilen zur unmittelbaren Hilfe für ältere Menschen und zur Unterstützung pflegender Angehöriger durch Angebote, die ihnen leicht zugänglich sind“ so Fladerer weiter.

Zudem soll den pflegebedürftigen Menschen und ihren pflegenden Angehörigen ein auf ihre konkrete Bedarfssituation abgestimmtes Angebot an entlastenden Hilfen zur Verfügung stehen. Der aktive Anteil der Kommunen richtet sich auch darauf, die Stärkung des lokalen Zusammenhalts der verschiedenen Generationen einschließlich anderer Kulturen zu fördern.

„Pflege muss in Zukunft als gesellschaftliche und Kultur bildende Gesamtaufgabe betrachtet werden, Integration der Generationen sowie nachhaltiges Denken und Handeln sind uns hierbei wichtige Begleitpunkte“ so Rudi Schön abschließend. [04.09.10]

 

 

Bild: Fladerer im Gespräch mit Peter Weis, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

 

 

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